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Beitrag begonnen von Thomas_S. am 12.12.2005 um 16:05:36

Titel: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas_S. am 12.12.2005 um 16:05:36
Bitte beachten:

Update zur Lösung des C6-Netzteilproblems mit weiteren Verbesserungsvorschlägen unter neuem   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren

Anregungen / Diskussionen / Ideen / Kritik / Lob dazu   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren




Hallo Gemeinde,

hier kommt jetzt die endgültige Lösung für das C6-Problem.

Vorher muss das aber noch sein:

Wichtig die erste:
Alle Informationen, Downloads, Abbildungen, etc. unterliegen dem Urheberrecht. Eine Verwendung ist ausschließlich nur für den rein privaten Gebrauch gestattet. Eine Weitergabe, Vervielfältigung sowie eine kommerzielle Verwendung wird ausdrücklich untersagt. Bei Interesse an einer kommerziellen Nutzung bitte ich um Rückfragen, email siehe unten.

Wichtig die zweite:
Selbstverständlich sind weitere Defekte der Anlage möglich. Insbesondere gilt dies für hier nicht angesprochene Fehlerbilder. Rechtsansprüche aus der Anwendung dieser Veröffentlichung können mir gegenüber generell nicht hergeleitet werden. Der / die Anwender / in handelt immer auf eigene Gefahr.

Wichtig die dritte:
Arbeiten an der Anlage bergen die Gefahr von Stromschlägen. Wer nicht über ausreichende Erfahrungen verfügt, sollte die Finger davon lassen! Auf ausreichenden Abstand von Netzseite und Niederspannungsseite achten!

Noch ein Hinweis:
Möglicherweise erlischt durch die Änderung die Betriebsgenehmigung für die Anlage. Dies wurde von mir nicht überprüft. Allerdings tangiert der Umbau nicht die technischen Parameter oder gar sicherheitsrelevanten Bauteile - und die Zuverlässigkeit steigt.

Ich beschreibe hier noch kurz das Netzteil, damit keine Fragen offen bleiben. Zugrunde gelegt habe ich dabei den Schaltplan von H. Reinhard Weiß, der auf seiner Homepage zur Verfügung steht. Großen Dank dahin!
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1. Netzteil

Kurz nach dem Einschalten der Anlage liegen an C5 ca. 310 Volt an, die Schaltung schwingt noch nicht.
Über R4 und V2 wird C6 geladen.
Ebenso werden über R4 und die B-E-Diode von V6 die Kondensatoren C7 / C8 (am Pin 7 von N2) geladen.
Sobald die Spannung an Pin 7 von N2 ausreichend hoch ist, schwingt die Schaltung an.
Dabei wird über den Übertrager T2 eine Spannung auf die Sekundärspule von T2 (Anschlüsse 1-2) induziert.
Diese Spannung lädt über V10 den Kondensator C6 sehr schnell weiter auf.
Damit ist die Schaltung permanent ausreichend mit Strom versorgt und arbeitet kontinuierlich weiter ...

... bis C6 irgendwann ausfällt. >:(

Die Frage stellt sich hier: was verursacht den Ausfall von C6, was dann weitere Bauteile mit in den Tod ziehen kann?

Die Antwort ist so einfach, daß ich mich wundere, warum keiner bisher darauf gekommen ist.
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2. Das Problem

C6 wird so warm, daß sein Betriebszustand als anormal bezeichnet werden muß.
Ein Elko wird nur dann von selber warm, wenn

a) die Betriebsspannung höher als zulässig ist
b) er unzulässigerweise mit Wechselstrom belastet wird

Hier gilt: b) ??? (ja, tatsächlich)

Aber woher kommt der Wechselstrom? Bei einer oberflächlichen Betrachtung sind alle Bauteile schaltungstechnisch richtig positioniert und dimensioniert, die Schaltung arbeitet (theoretisch) einwandfrei.
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3. Die Lösung

Es handelt sich um einen Fehler in der Bauteilauslegung. Verursachend ist alleinig die Diode V10.
Das Netzteil arbeitet mit einer Frequenz von ca. 48 kHz. Die Spannung auf der Sekundärseite von T2 (Anschlüsse 1-2) hat einen derartig steilen Abfall der Spannung, daß die Ladungsträgerlebensdauer im P-N-Übergang von V10 dafür erheblich zu lang ist.

Dadurch ist die Diode V10 noch leitend, obwohl die Spannung auf der Sekundärseite von T2 (Anschlüsse 1-2) bereits negativ ist. Dadurch wird C6 für kurze Zeit sehr stark entladen. Das ist Streß pur und gehört abgestellt!

Ich habe in Reihe mit V10 eine Schottky-Diode vom Typ 11DQ10 (Conrad Elektronik) geschaltet. Daten: 1,1 A, 100 V, Sperrzeit vernachlässigbar (pico Sekunden).

Hinweis: V10 habe ich nicht entfernt (wollte da nicht löten), müßte aber auch gehen. Ich habe die Leiterbahn zwischen Pin 1 (von T2) und V10 getrennt.
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4. Die Konsequenzen

Die Modifikation hatte erhebliche Konsequenzen :D

a) Die Gleichspannung an C6 stieg etwas an! Damit sie nicht übermäßig hoch wird (V6 muß die nur unnütz "verbraten"), habe ich noch einen Widerstand 8,2 Ohm in Reihe mit V10 und der Schottky-Diode geschaltet. Damit sind es ca. 22 Volt.
b) die Gesamtleistungsaufnahme der TK-Anlage aus dem Netz sank um 0,7 Watt (nachvollziehbar). Das ist recht viel.
c) der Kondensator C6 erwärmt sich nur noch auf die Umgebungstemperatur im Gehäuse und heizt nicht mehr von selber.
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Parallel zu C6 habe ich noch einen Folienkondensator WIMA MKS2 mit 1 µF / 63 V geschaltet, er sorgt sicher für einen kleinen ESR. Damit ist für C6 ein Standardelko 105°C ausreichend.
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5. Bilder

Hier ein Scan der Lötseite mit der Modifikation und der geänderte Schaltplan, mit freundlicher Genehmigung von H. Weiß (anklicken).

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******************

Fragen und Danksagungen ::) bitte an folgende email ohne den SPAMSCHUTZ:

thomas.s.wolfsburg(a)freenet.de

Grüße aus Wolfsburg

Thomas Schulze

Titel: Zusatzinfos, Ergänzungen
Beitrag von Thomas_S. am 12.12.2005 um 20:16:58
Oben kann ich nichts mehr schreiben, da ich da schon zu viel getextet habe. ;D

Deshalb hier noch ein paar Daten / Hinweise.

Die Messungen mit dem Oszi an C6 ergaben vor dem Umbau (bei einem neuen Elko mit 220 µ / 63 V) einen Wechsel-Peak von ca. 3 Vss mit ca. 40 V/µs bei ca. 48 kHz. Deutlich war eine nachgezogene Entladung zu erkennen.

Nach der Modifikation gibt es da nur noch einen winzigen Peak mit ca. 50 mVss  8)

Die Frequenz, mit der das Netzteil arbeitet, paßt nicht so recht zur Auslegung des primären Schwingkreises. Dieser wird zwar mit ca. 48 kHz angestoßen, die Eigenschwingungen weisen aber eine Frequenz von ca. 110 kHz auf (ca. 9 µs Periodendauer, schöner Sinus).

Daher rühren wahrscheinlich auch die unterschiedlichen Messungen her, die hier im Forum veröffentlicht wurden.

Die auf dem Bild noch weiter sichtbaren Modifikationen (Widerstand oben links, zweiter WIMA unten rechts und der helle Kondensator daneben) betreffen nicht das C6-Problem und sind auch nicht von großer Bedeutung. Der zweite WIMA ist parallel zu C8 geschaltet, siehe Schaltplan.

Abschließend meine ich, daß das ganze Netzteil ein wenig schnell "gestrickt" wurde und denke, daß mit einem simplen, verlustarmen Trafo mehr erreicht worden wäre. Das Schaltnetzteil verbrät ganz schön Leistung im Leerlauf!

Das war's!




Nachtrag zur Modifikation, Hinweis:

Die von mir angegebene Schottky-Diode scheint nicht mehr über CONRAD verfügbar zu sein. Aber es kann eigentlich jede Schottky-Diode genommen werden, die >= 1A Strom verträgt und >=100V Sperrspannung hat. Diese sind auch sehr preiswert. Brauchbare sind z.B.:

Typ         CONRAD Artikel-Nr.
BYV 26 D    160019
BYV 95 C    160139
BYV 96 E    160152
BYV 97 G    160166
BYV 99      160192

Grüße
Thomas Schulze

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Daniel am 18.01.2006 um 15:21:58
Hallo,

meine vor ca. 2,5 Jahren bereits ausgebesserte Euracom 182 macht aktuell wieder zicken wie:

- kurzes, lautes Rauschen während Verbindung
- Verbindung bricht ganz ab
- von Außen nicht mehr erreichbar

Werde auf alle Fälle deinen Mod mit anwenden und unter anderem alle Elkos austauschen.

Reife Leistung deine Erkenntnis.

Gruss

Daniel

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Daniel am 24.01.2006 um 18:58:27
Habe heute meine auf Ebay ersteigerte "defekte" Euracom erhalten als Ersatzteilspender bzw. Reserve für meine Zicken Euracom.

Gleich an die Arbeit gemacht C5 und C6 getauscht, den oben genannten Mod mit integriert und gefreut.

Die für wenig ersteigerte Euracom läuft wieder 1a.

Gruss

Daniel

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst ???
Beitrag von Rabbit am 06.04.2006 um 07:14:30
Hallo an alle und Thomas,
bin zwar nagelneu hier und will mich nicht outen aber so pauschal kannst Du nicht die Lösung anpreisen.

Deine Feststellungen mögen zwar stimmen und  man sollte sie zusätzlich durchführen, aber nach wie vor stirbt der Elko am thermischen Hitzetot ( extern zugeführte Hitze).

!!!!! Achtung !!!! Folgendes bitte nur durchführen wenn man (Mann) mindestens elektrische Grundkenntnisse hat !!!!!
!!!! ICH HAFTE FÜR KEINERLEI SCHÄDEN AN MATERIAL NOCH MENSCHEN BEI FALSCHER UMSETZUNG !!!!


Da ist es sinnvoller den Elko mit Verlängerungskabel in ein kühlere Region des Gehäuses zu legen. ( für mich keine gute Lösung)

oder

dem Gehäuse mehr Öffnungen zum atmen zu geben und den C6 mit einem thermischen Schutz zu versehen. ( hab ich bei mir praktiziert).

Dabei hab ich festgestellt das es am Netzteil um C6 einen Hitzestau gibt und habe das Plastikgehäuse mit der Bohrmaschien gelöchert. ( Rückseite Netzteilhöhe,oberen Lüftungsschlitz, seitlich Netzteilhöhe, unten auch unter der Abdeckklappe Netzteilseite).

Zudem hat der neue C6 eine thermisch isolierenden Schlauch übergestülpt bekommen ( findet man auch bei alten Schaltnetzteilen ( Fasergeflecht)).

Seit dem ist Ruhe und alle anderen Bauteile vor allem Elko's freuen sich über kühler Frischluft.

Wer sich noch mehr arbeit machen will kann auch ein kleinen Lüfter ( ähnlich Prozessorlüfter ( nur kleiner) zur Zwangsbeatmung einsetzen



Gruss Rabbit, der auch beim Sprit ( Auto)  effektive low cost Alternativen umsetzt

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Thomas S. am 06.04.2006 um 23:18:26
Hm rabbit,

woher nimmst Du die Erkenntnis, daß der C6 trotzdem stirbt? Hast Du nach der Modifikation so lange Zeit testen können, um diese Aussage zu treffen?

Fakt ist:

Ohne Mod heizt sich C6 selbst auf ca. 65°C auf und ist wärmer als die ihn umgebende Luft. Dabei wird er im Innern durch den Stromfluß chemisch zerstört. Die dabei entstehende Wärme ist nur sek ein Problem. Die Lenbensdauer müßte trotzdem viele Jahre lang sein, ist es aber nicht.

Mit Mod erreicht C6 nur die Temperatur, die, wie Du richtig bemerkst, von umliegenden Bauteilen erzeugt wird. Bei mir sind das ca. 40°C - was für normale Cs für Schaltnetzteile gar kein Prob darstellt. Da muß nix mehr gekühlt werden.

In Computern werden die Bauteile der Spannungswandler locker auf 60°C und mehr gebracht - trotz Luftkühlung.

Bei Deinem Vorschlag, das Gehäuse zusätzlich durch Bohrungen zu öffnen, wird leider die Schutzisolierung (VDE-Vorschrift) der Anlage in Frage gestellt, da nunmehr Netzspannung führende Bauteile von außen berührt werden können, insbesondere auch mit solchen Gegenständen, wie sie Kinder gerne verwenden - Kugelschreiberminen, Stricknadeln, etc.  :-/

Solche Mods sind schlichtweg unzulässig und deshalb ist auch der Betrieb einer so modifizierten Anlage nicht mehr zulässig.

Gruß Thomas

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Thomas S. am 14.04.2006 um 21:00:01
Nachtrag zur Modifikation, Hinweis:
 
Die von mir angegebene Schottky-Diode scheint nicht mehr über CONRAD verfügbar zu sein. Aber es kann eigentlich jede Schottky-Diode genommen werden, die >= 1A Strom verträgt und >=100V Sperrspannung hat. Diese sind auch sehr preiswert. Brauchbare sind z.B.:  
 
Typ         CONRAD Artikel-Nr.  
BYV 26 D    160019  
BYV 95 C    160139  
BYV 96 E    160152  
BYV 97 G    160166  
BYV 99      160192  
 
Grüße  
Thomas Schulze

Titel: ... und was ist DAS...?
Beitrag von Andireas am 13.06.2006 um 20:32:17
Hallo allerseits,

hier gibt es anscheinend Leute, die mehr davon verstehen als ich. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen: nach Ausfall meiner Euracom 180 habe ich den berüchtigten C6 ausgetauscht (habe kein Kapazitätsmeßgerät, aber der Zeiger des Multimeters ging beim ausgelöteten Kondensator viel schneller zurück als bei einem anderen mit ebenfalls 220uF).

Das war aber wohl noch nicht die ganze Geschichte.

Wenn die Anlage am Netz läuft, ist Messen am Netzteil nicht gerade ungefährlich, deshalb speise ich aus einem Labornetzteil ca. 20V an C5 und C6 ein. Die Sekundärseite habe ich durch Ziehen der Brücken X1 bis X4 abgetrennt. Damit bekomme ich die Signale wie im angehängten Bild gezeigt: X-Achse 10us/div, unten das Gate von V7 mit 10V/div, oben Pin 3 von T2 mit 50V/div. (Sorry wg. der mäßigen Bildqualität; wenn's wichtig ist, mache ich mit Stativ ein besseres Foto als so aus der Hand!)

Ja, das sind in der Spitze 140V, also das siebenfache der Versorgungsspannung an C5!

Die Ansteuerung am Gate, also im wesentlichen N2/Pin 6, sieht für mich OK aus, aber kann das Signal von der Primärwicklung tatsächlich dermaßen ausschlagen (hochgerechnet auf 320V ergibt das über 2kV Spitze)? - Oder liegt da im Bereich V12/R8/C3 ein Hund begraben?

Mir fehlt die Erfahrung mit Schaltnetzteilen (bin sonst meist mit 5V und TTL unterwegs). Kann jemand mir bitte einen sachdienlichen Hinweis geben? Weitere Messungen oder Infos notwendig?

Vielen Dank!

Ack180.jpg ( 31 KB | 1 Download )

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Elektrolurch am 14.06.2006 um 00:29:23
Linear hochrechnen kannst Du das nicht wegen des (nichtlinearen) DRC-Gliedes, ausserdem bezweifle ich die Leerlauffestigkeit des Netzteiles bei Nennbetriebsspannung...

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Andireas am 14.06.2006 um 17:46:44
OK, das läßt hoffen. Ab welcher Spannung müßten sich die nichtlinearen Anteile denn ungefähr bemerkbar machen? - Bis 30V geht das schon ziemlich parallel rauf und runter, aber das sind ja auch nur 10% vom Normalwert. Sollte keine Begrenzung erkennbar sein, würde der Verdacht auf die Diode fallen, denn die anderen Bauteile (R, C) SIND linear. Oder?

Wie kann ich denn sonst am Netzteil messen, ohne mir schwarze Fingerspitzen zu holen?

Ein Problem ist z.B., daß mein Oszi geerdet ist (Hameg 712), so daß jeder Versuch, die Krokoklemme für die Masseverbindung anzubringen, ein kleines Feuerwerk auslösen dürfte. Trenntrafo habe ich nicht, lohnt auch nicht für diese eine Reparatur. Differenzbetrieb am Oszi ist blöd, weil ich dann nur noch ein Signal aufnehmen kann (der andere Kanal bildet ja dann den Bezug).

Mit dem Labornetzteil komme ich - beide Ausgänge in Reihe geschaltet, die sind galvanisch getrennt - auf max. 60V Gleichspannung. Kann ich damit was reißen?

Oder kann ich mit meinen begrenzten Mitteln die Schaltung soweit prüfen, daß man sie ohne Gefahr von Folgeschäden wieder ans Netz hängen kann?

(Es fehlt nicht viel, und ich säge den Netz-Teil der Platine ab und ersetze ihn durch einen Trafo mit etwas ausgefallenen Sekundärspannungen, auch wenn ich den extra wickeln lassen muß. Soll ich gleich eine etwas größere Stückzahl bestellen?)

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Thomas S. am 14.06.2006 um 18:10:59
SOFORT AUSSCHALTEN!!!!!

Das Netzteil ist nicht leerlauffest, wie oben schon bemerkt. Wenn Du jetzt noch die Spannung erhöhst, geht V7 garantiert durch.

Warum machst Du das???? Wenn Du den Mod eingebaut hast und alle relevanten Bauteile i.O. sind (um und auch V6, C7, usw.) kannst Du ca. 25 V NUR an C6 anlegen, es kommen dann ca. 13 V an C7 raus und die Schaltung schwingt.

Ist das soweit o.K., kannst Du doch sofort ans Netz gehen, was willst Du sonst noch messen? ;)

Die Spannungen kannst Du ja mit jedem Multimeter potentialfrei prüfen, die Finger mußt Du dann aber schon von der Schaltung wegnehmen...  :D

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Elektrolurch am 14.06.2006 um 21:10:25
@Andireas:

der Antwort von Thomas S. habe ich nur hinzuzufügen, dass ich auch das Sägen an der (Multilayer-)Platine unterlassen würde - dann kauf Dir lieber gleich bei Hufenbecher ne neue Platine...

Und wie gesagt: NIE das Netzteil ohne Jumper X1 bis X4 oder Ersatzlast laufen lassen, Messwerte wären nicht aussagekräftig und müssten ohnehin in Sekundenbruchteilen abgelesen werden, solange sich noch kein Qualm im Raum verteilt hat...;-)

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Andireas am 16.06.2006 um 18:27:20
Danke für die Tips, und keine Sorge: Rauch hat's keinen gegeben, nicht einmal warme Bauteile. Auf der Sekundärseite stand sogar ohne Last noch nicht die volle Spannung an (z.B. ca. 5V statt 9V an C2). Solange noch nicht einmal genug Energie in der Schaltung steckt, auch nur den Eigenverbrauch des 5V-Reglers N1 zu decken, wird wohl nicht viel kaputtgehen. Gerade bei diesen geringen Energiemengen wundert mich aber eben die relativ hohe Spannung an T2.

Meine Sorge ist: wenn irgendwo im Umfeld des Wandlers der Wurm drin ist, wie vermeide ich dann weitere Defekte? - Ich verstehe die Antworten so, daß - vorausgesetzt, N2 arbeitet korrekt - meine Sorge unbegründet ist, und daß die Gefahr, durch Leerlauf etwas zu zerstören, die größere ist. Ich sagte ja: keine Erfahrung mit Schaltnetzteilen.

Also: nachdem ich zwar nur 11V an C7 habe, die aber schön konstant (d.h. unabhängig von Schwankungen an C6), und nachdem ich ein einigermaßen sauberes Rechteck mit ungefähr der richtigen Frequenz am Gate von V7 habe, stecke ich die Brücken X1-X4 wieder ein und gehe ans Netz.

Das wird eine Weile dauern (der Arbeitsplatz muß in den nächsten Wochen Platz für Besuch machen), aber ich melde mich wieder.

Das mit dem Sägen war nicht allzu ernst gemeint. Wenn doch, hätte ich mich natürlich an dem breiten Isolationsstreifen zwischen Hoch- und Niederspannungsseite orientiert, dort sind auch keine "inneren" Leiterbahnen ;-)

Ernsthaft: läßt sich die Idee von Thomas S. (12.12.05 20:16:58), die ganze Schalterei durch einen simplen Trafo zu ersetzen, nicht wirklich umsetzen? - Ich stelle mir drei Sekundärwicklungen vor, notfalls als Sonderanfertigung in Kleinserie: eine für die 65V~, um T1 gleich mit abzulösen, und je eine für -41V und +5V. Ab C14 bzw. F3 wäre man wieder in der ursprünglichen Schaltung, die 2200uF von C2 müßten eigentlich auch bei 50Hz für ca. 1A Ausgangsstrom reichen. Im Vergleich mit der Verlustleistung und dem Bauteilvolumen, die das Originalnetzteil mitbringt, könnte man damit ganz gut abschneiden, oder?

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von Thomas S. am 19.06.2006 um 11:28:56
Ich denke ja, die Überlegung mit dem Trafo stammte ja von mir.

Letzlich ist für einen Hersteller aber entscheidend, welche Lösung die höheren Kosten (Gerätepreis) und ggf. Leerlaufverluste (Dauerbetrieb, Qualität für den Kunden) hat, die Baugröße ist auch ein Thema. Bei so vielen verschiedenen Sekundärspannungen kann ein Trafo schon recht teuer werden, noch dazu bei Verwendung von verlustarmen Trafoblechen. Und wenn die Anlage ausgelastet ist, braucht die auch ganz schön Strom.

MÖGLICHERWEISE wurde das bei der Entscheidung, welche Art Stromversorgung eingebaut wird, schon berücksichtigt. Daß dann aber ein Designfehler mit eingebaut wurde, das hat natürlich die ganze Sache gründlich verzerrt. Aber mit der Mod ist das ja kein Thema mehr.

Deine Meßwerte sind sonst so o.K., auch 11 V passen schon.

Gruß Thomas

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von SHausladen am 22.09.2006 um 20:56:46
Liebe Experten,

nachdem ich mir über Ebay eine 2. Euracom 180-Anlage ersteigert hatte und bei dieser am ersten (!) Tag offenbar das Netzteil seinen Geist aufgegeben hat (nach dem Einschalten bzw. Einstecken kommt kein Klickgeräusch), habe ich nun als unbedarfter User (ohne Elektronik-kenntnisse) folgende Fragen:

- Wie kann ich ohne Grundkenntnisse den o.g. Netzteilumbau erhalten ?
- Wer kann mir sagen, welche Bauteile denn nun tatsächlich defekt sind ?
- Wer kann mir sagen, wie lange die Anlage danach durchhält ?
- In ca. 7-8 Jahren hatte ich nun schon 2x den Ausfall der Anlage in Folge eines Gewitters hinzunehmen. Beim ersten mal hat mich das ca. 200 € gekostet. Wie häufig passiert dies bei Gewitter ?
- Gibt es Telefonanlagen, die so etwas klaglos überstehen ?
- Kann ich die Anlage vor Gewitterschäden schützen ?

Ich bin dankbar für jede Antwort !

mit freundlichen Grüßen

Stefan Hausladen

Titel: Re: Netzteilumbau, C6-Problem endgültig gelöst
Beitrag von rolf29 am 25.09.2006 um 11:55:09

SHausladen schrieb am 22.09.2006 um 20:56:46:
Liebe Experten,

nachdem ich mir über Ebay eine 2. Euracom 180-Anlage ersteigert hatte und bei dieser am ersten (!) Tag offenbar das Netzteil seinen Geist aufgegeben hat (nach dem Einschalten bzw. Einstecken kommt kein Klickgeräusch), habe ich nun als unbedarfter User (ohne Elektronik-kenntnisse) folgende Fragen:

- Wie kann ich ohne Grundkenntnisse den o.g. Netzteilumbau erhalten ?

Ich würde mich vielleicht an Mitglied Elekrolurch (siehe seinen Beitrag   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren ) oder an Mitglied Harald (   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren ) wenden.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem ge
Beitrag von louis-xiv am 09.08.2007 um 12:27:55
Meine Anlage Quate IS-1 lief nach einer Stromabschaltung nicht mehr an. Nach Austausch von C6 und C7 lief sie wieder für ca. 1 Stunde. Habe dann die beschriebenen vollständigen Ergänzungen eingebaut (Schottky-Diode -die es bei Conrad noch gab-, 6,8 Ohm-Widerstand (statt 8,2 Ohm) und die beiden WiMa-Kondensatoren). Beim ersten Einschalten gab es einen Doppelclick der Relais. Bei weiteren Einschaltvorgängen kein Ton. 5V sekundär sind ok, am Punkt E liegen -42 V. Offenbar läuft also der Schwingkreis.   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren
Trozdem kein Click beim Einschalten.   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren
Die Netzspannung ist derzeit bei 229 V~. Merkwürdigerweise scheint eine gebraucht beschafte Flash-Anlage ähnliche Mucken zu haben. Irgendeine Idee?  


// edit des Beitrags durch Mod rolf29
bezüglich durchgeführter Aktivierung der beiden Smily-Links
(fehlende [img]-Tags)

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von sandmännchen am 07.09.2008 um 21:32:59
Hallo zusammen,

besten Dank, speziell an Thomas S., für die hilfreichen Hinweise. Meine Casatel D10 läuft an Anhieb wieder.  :)

Glücklicherweise musste ich den BC846B nicht wechseln, bei meinen SMD Lötkünsten wär das kein Kunstwerk geworden. Nur schon das Aus- und Einöten von C6 und C7 war mühsam!

Statt einer zusätzlichen Schottky Diode habe ich eine NS2G als V10 eingebaut. Ist zwar nicht ganz so schnell wie eine Schottky dafür bringt sie etwas mehr Sperrspannung. (300V statt 100V)

Ich hoff jetzt natürlich, dass die Kiste mindestens weitere 10 Jahre Ihren Dienst verrichtet.  Nochmals besten Dank allen die an dieser Anleitung mitgewirkt haben.

Grüssen vom Sandmännchen

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von midi11 am 07.10.2008 um 17:13:24
Hallo zusammen,

ich habe die umbauten wie beschrieben gemacht. Dabei die beiden Kondensatoren, die schottky Diode BYV 96 und den Widerstand nach Anleitung eingebaut. Ebenso die beiden Elkos C6, C7 getauscht. Beim ersten einstecken ins Netz gab es mit etwas Verzögerung erst einen, dann noch einen Klick. Das messen der Spannung am Rom (oben links unten rechts) ergab 5 Volt. Nun dachte ich es läuft wieder. Nach dem erneuten einstecken ins Netz gab es nur noch einen Klick, das messen am Rom ergab keine Spannung. Beim nächsten einstecken ins Netz gab es keinen Klick mehr und ebenfalls keine Spannung. Nun scheint es erneut ein Netzteilproblem zu geben. Was kann ich nun noch tun bzw. tauschen - oder ist C6 nun wieder platt? Wäre schön, wenn jemand einen Rat hätte.

Danke
Gruss
midi11

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von sandmännchen am 07.10.2008 um 20:43:24
Der Transistor V6 (BC846B) scheint noch öfters ein Problem zu sein. Das kannst Du verifizieren über die Spannungen die an C6 und C7 anliegen sollten.
ca. 24V an C6, 12,4V an C7 --> Netzteil ist i.O.
ca. 24V an C6, keine Spannung an C7 --> BC846B defekt,
keine Spannung an C6 --> vermutlich MOSFET (STP3N100FI) defekt

ABER VORSICHT BEIM MESSEN!!!, C6 und C7 sind nicht galvanisch vom Netz getrennt!

Alle Angaben natürlich ohne Gewähr :-)

Viel Glück bei der Fehlersuche!

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von midi11 am 08.10.2008 um 17:15:57
Danke für die Info,

also ich habe an C6 21 V gemessen, an C7 keine Spannung. Nun muss ich wohl den BC846B austauschen. Na das wird ja spassig mit dem SMD Bauteil. Ich werde es aber versuchen und danach berichten.

Gruss
midi11

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 30.01.2009 um 16:22:02
Ergänzungen zur Modifikation - mal so zur Diskussion...

Immer wieder wird im Zusammenhang mit dem Euracom-Netzteil von einem "Schaltnetzteil" gesprochen. Nun ja, es wird zwar ein Schalttransistor im Netzteil verwendet, aber das allein begründet noch kein "Schaltnetzteil".

Denn tatsächlich wird in der Euracom nur eine höhere Frequenz als die Netzfrequenz erzeugt, um mit einem relativ kleinen Übertrager gute Übertragungs-Leistungswerte zu erzeugen. Auch wird mit der dazu notwendigen Steuerung gleich eine gewisse Vorstabilisierung der sekundären Spannungen erreicht.

Warum ich das so ausführlich schildere? Weil immer wieder das Märchen von "besseren" Kondensatoren hochkommt, die die Lebensdauer von C6 verlängern sollen.

Das kann deshalb nicht sein, weil es sich bei dem Schaltungsteil um C6 herum lediglich um eine Einweggleichrichtung mit nachfolgender Siebung (Glättung) durch C6 handelt.

C6 hat also nichts mit in "echten" Schaltnetzteilen erforderlichen Kondensatoren zu tun, die von ihrer Schaltungsauslegung her ständig umgeladen werden und im Zusammenspiel mit Spulen bei hohen Frequenzen und hohen Strömen relativ verlustarm von der Betriebsspannung weit abweichende Ausgangsspannungen liefern (z.B. Computer: aus 12 Volt werden 1,3 Volt bei 30 Ampere).

C6 muß also eigentlich gar nichts aushalten! Daß er in einer Umgebung von etwa 40°C betrieben wird (!! nach der Modifikation !!) stört auch einen einfachen, preiswerten Standardelko nicht. Also könnt ihr euch die unnötigen Kosten für teure Elkos sparen.

Oder anders ausgedrückt: bessere Elkos leben auch nur zufällig länger, da die geschilderte Problematik auch sie langsam aber sicher ZERSTÖRT.

Und wenn mann jetzt auf die Idee kommt, vielleicht einen ganz besonders hochwertigen Folienkondensator mit 220 µF zu verwenden (ja, so was gibt es) - keine gute Idee! Denn die dann entstehenden hohen Umladeströme werden möglicherweise die überforderte originale Diode oder gar den Übertrager zerstören.

Vielleicht wird durch diese Grenzbetrachtung das jetzt mal endlich allen klar, was es bedeutet, wenn ein Bauteil (ich meine hiermit die originale Diode) nicht entsprechend ausgelegt ist. Man kann durch ein anderes Bauteil diesen Auslegungsfehler nicht berichtigen, man muß sich schon direkt um die Ursache kümmern!


Teilweise habe ich im Internet auch gelesen, daß die Verwendung der Schottky-Diode hohe Frequenzen verursachen soll, die die Anlage oder die Umgebung stören könnten. Das wäre wirklich schlecht, wenn es sich um große Ströme handeln würde, die durch diese Diode fließen, da dann tatsächlich eine Störung zu befürchten ist. Tatsächlich sind es aber nur sehr geringe Ströme, so daß eine Störung der Anlage nicht zu erwarten ist - die freigesetzte Energie der "Störungen" ist einfach zu gering. Wer dennoch Probleme befürchtet, kann PARALLEL zur Schottky-Diode einen kleinen Kondensator von 1 nF schalten, dann ist auch das ganz sicher erledigt. Ich brauche ihn allerdings nicht... 8-)

Herzliche Grüße an alle vom "Erfinder" Thomas S.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Wolfgang Nitzschke am 18.10.2009 um 10:54:48
Hallo Thomas,
habe heute Nacht meine 182F modifiziert, da ich auch, oft schon beim ersten Klingeln, Verbindungsabbrüche hatte. Jetzt läuft sie wieder, will noch nachträglich den V6 austauschen, da der incl. Umgebung verfärbt und nach Hitzeschaden ausschaut. Übrigens: Bei meiner Flash-Anlage ist V10 an Pin 2 von T2 angeschlossen.
Eine Frage hab ich noch:
Wenn die Anlage läuft, und ich drücke rechts neben den 230V-Anschlussklemmen leicht auf die Paltine, gibt es ein Klick-Geräusch und die Anlage belibt stumm. Erst ein 30sec Netzsteckerziehen resettet die Anlage wieder. Hat da jemand ne Idee? Kalte Lötstellen und Haarrisse hab ich im Bereich des Netzteils keine gefunden.
Gruß und Danke für die Lösung des C6-Problems!
Wolfgang

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 18.10.2009 um 12:39:38
Hallo Wolfgang,

es deutet aber auf einen Leiterplattenfehler, zumindest aber eine "wackelige" Verbinding hin. Da hilft nur das prüfen an verschiedenen Messpunkten und wiederholen des "Druckmachens". Das ist halt besonders schwierig...

Wenn so ein langes Reset (30 sek) notwendig ist, dann würde ich immer noch das Netzteil vermuten (z.B.: es schwingt erst wieder an, wenn die Spannung niedrig genug war).  :-?

Oder vielleicht die Klingelhilfsspannung vom kleinen Trafo? Das wird hin und wieder beschrieben: Trafo defekt / Wackelkontakt: wenn der defekt ist und die Spannung (etwa 65 V) fehlt, läuft die Anlage auch nicht.

Berichte mal, was Du gefunden hast!

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Wolfgang Nitzschke am 19.10.2009 um 09:42:22
Hallo Thomas,
auf der Platine habe ich auch unter dem Vergrößerungsglas keine kalten Lötstellen entdeckt, werde aber nochmal genauer nachschauen. Nachdem ich V6 ausgetauscht habe, gabs andauernd Resets, ich habe dann meine alte Platine (ohne Flash) wieder eingebaut. Ich habe noch die Spannung an C6 gemessen, da sind nur ca 14V dran, was zuwenig ist. Am Trafo Pin 1+2 konnte ich auch keine Wechselspannung messen, scheint wohl defekt zu sein. Wenn ich mal Zeit habe, wechsle ich den Trafo aus, da ich noch eine defekte 180 eines Bekannten habe (wahrscheinlich auch C6-Problem). Hat mich gestern den ganzen Tag gekostet, aber die Eprom-Platine-alt läuft immer noch (auch bisher ohne C6/C7-Wechsel), mal schaun wie lange noch ;-))
Das komische war, daß ein Klingeln an der Haustür und Abnehmen eines Telefons die Anlage zum Hängen (nach dem Türgeschpräch) brachte.
Sobald ich wieder was gefunden hab, melde ich mich wieder.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 19.10.2009 um 13:14:18
Am Wandlertrafo kann nur ein Meßgerät etwas messen, daß auch die hohe Frequenz verarbeiten kann. Die "normalen" Multimeter messen 0 (Null).  ;)  Daran gedacht?

Trafos sind erst einmal besser rein ohmisch zu messen.

Na, dann berichte mal...  :)

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Pink am 08.11.2009 um 17:14:12
Hallo zusammen,

ganz herzlichen Dank an dieses Forum, insbesondere an Thomas S. und Reinhard W. für die Erklärungen, Reparaturhinweise, Schaltungsmodifizierung sowie die Erstellung von Schaltbild und Bestückungsdruck.
Ihr habt mir geholfen, meine etwa 10 Jahre alte Euracom 181 in Nullkommanichts wieder zum Laufen zu bringen, bei der nach einem Stromausfall das Netzteil nicht mehr anlief. Bei mir waren C6 und V6 defekt. Dazu habe ich die Schaltungsänderung von Thomas eingebaut.
Ich finde es toll, wenn sich Menschen uneigennützig derart engagieren und andere an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen und ihnen so helfen. Echt Klasse!  :)

Danke und Gruß

Pink

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von darter101 am 04.12.2009 um 16:48:20
Ganz lieben DANK !!! an die Tüffler hier. Insbesondere da wir die Anlage auch wegen eines Hausnotrufsystems benötigen.

Conrad Elektronik 3,96 EUR für Bauteile. 1/2 Stunde basteln incl. MOD.

Anlage laüft wieder einwandfrei. Ansonsten hätten wir min. 1 Woche Ausfall gehabt und im Austauch 70 - 110 EUR bezahlen müssen.

Geniale Arbeit.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Karli67 am 16.02.2010 um 18:51:17
Hallo!
Kann den modifiziertten Schaltplan nicht öffnen.
Fehler: 502 Bad Gateway

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 17.02.2010 um 21:33:49
Hm - funktioniert immer noch einwandfrei - wenn auch etwas langsam...

Hänge hier trotzdem noch mal die Bilder dran.

Schaltplan_Detail_mit___11_12_05__Small_.JPG ( 42 KB | 6 Downloads )
L_tseite_modifiziert_mit____Small_.jpg ( 46 KB | 5 Downloads )

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von TofTe am 08.03.2010 um 20:25:49
Hallo zusammen!

Gestern ist meine Euracom 181 gestorben. Seitdem bin ich Mitglied eurer Community.
Seit ca. 1995 (weiß ich nicht mehr genau) lief das System bis dato ohne nennenswerte Probleme.
Vor wenigen Monaten habe ich noch in eine neues Eprom mit Softwareversion 5D00 investiert...

Trotz der wirklich einmalig guten Beschreibung der Möglichkeiten hier an dieser Stellte, frage ich mich,
ob ich nun losfrickeln soll oder ob ich mich nicht doch besser für die Anschaffung einer neuen Anlage entscheiden sollte.

Generell werfe ich nicht gerne weg, aber ich habe noch viele andere Sachen um die Ohren, so dass mir auch Zeit fehlt.

Die Platine und die Bauteile sehen noch 1a aus. Ich habe aber die Befürchtung, dass es nicht mit dem Austausch der Kondensatoren getan sein wird.

An den vorgegebenen Messpunkten messe ich mit einem Fluke 77 Multimeter folgende Spannungen:

U5: +314,5 V
U6: +8,32 V
U7: +8,29 V
U2: +0,92 V
U4: 0 V
U15: 0 V

Wie ist hier die Meinung, soll ich bei diesen Werten die Modifikation C6 starten - oder deuten die Werte auf andere Ursachen hin?

Wie auch immer die Geschichte mit meiner Euracom ausgehen mag. Für die Bereitstellung des Schaltplanes,
die Bilder und die Stückliste von Reinhard Weiß (über dessen Webpräsenz ich hierher gekommen bin) sowie
die Informationen und Bilder von Thomas Schulze möchte ich mich sehr herzlich und anerkennend bedanken.
Ohne diese Unterlagen und Hinweise hätte ich nicht mal gewusst, wo ich messen muss.

Grüße

TofTe

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 08.03.2010 um 21:18:21
Es kann auch der T2 gestorben sein (aber sehr unwahrscheinlich).

Einfachster Test: 12 Volt aus einer externen Spannungsquelle (z.B. Steckernetzteil, Batterie) über C7 einspeisen. Aber Vorsicht! Galvanische Trennung von der Netzspannung beachten!

Dann muß die Anlage wieder laufen, und auch über C6 eine deutlich höhere Spannung meßbar sein.

Dann macht die C6-Reparatur keine Probleme - und natürlich auch Sinn.

Allerdings ist häufig C7, ggf. sogar auch V6, manchmal V7 mit auszutauschen.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von TofTe am 13.03.2010 um 20:21:56
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Antwort.

Nun habe ich heute C6 ausgetauscht, mit dem Erfolg, dass ich wieder ein Relais schalten höre.
Allerdings habe ich den Eindruck, dass das Schaltgeräusch leiser ist als früher.

Darüber hinaus messe ich U7 = +23 V!

Alle anderen Spannungen scheinen ok:

U5: +309 V
U6: +23,4 V
U2: +8,5 V
U4: -42 V
U15: +5 V

Muss ich da wohl auch an V6 ran?

Grüße

TofTe



Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von TofTe am 26.03.2010 um 13:27:25
Hallo,

nachdem ich nun auch V6 durch einen BC546B ersetzt habe, stimmt die Spannung U7 auch und die Anlage funktioniert erst einmal wieder bestimmungsgemäß.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von ackermannchen am 27.04.2010 um 11:40:35
Sorry, ich komme nicht an die beiden Abbildungen heran. Vielleicht kann ich sie per Mail bekommen? webmaster@bleyl.de
Danke und Kompliment für die Lösung.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von chipsatz am 11.07.2010 um 19:18:11
Hallo Forum,
ich bin neu hier und eigentlich ganz froh, dass ich auf diese Informationen über das Netzteil gestossen bin.
Dennoch bin ich mit einigen Aussagen des "Erfinders" nicht ganz einverstanden. Z.B. folgendes:


Thomas S. schrieb am 30.01.2009 um 16:22:02:
Ergänzungen zur Modifikation - mal so zur Diskussion...

Immer wieder wird im Zusammenhang mit dem Euracom-Netzteil von einem "Schaltnetzteil" gesprochen. Nun ja, es wird zwar ein Schalttransistor im Netzteil verwendet, aber das allein begründet noch kein "Schaltnetzteil".


Wenn das kein Schaltnetzteil ist, was bitteschön ist es denn dann? Hier handelt es sich meiner Ansicht nach sogar um den klassischen Sperrwandler, siehe z.B. hier:
de.wikipedia.org/wiki/Sperrwandler

dann wurde noch geschrieben:

Zitat:
Die Frequenz, mit der das Netzteil arbeitet, paßt nicht so recht zur Auslegung des primären Schwingkreises. Dieser wird zwar mit ca. 48 kHz angestoßen, die Eigenschwingungen weisen aber eine Frequenz von ca. 110 kHz auf (ca. 9 µs Periodendauer, schöner Sinus).


Meiner Ansicht nach ist die Frequenz mit 48kHz ok, und hat auch nichts mit dem für Sperrwandler typischem "Ringing" (in der Sperrphase) zu tun, das einem leichten Sinus höherer Frequenz entspricht. Ganz im Gegenteil: wären Schaltfrequenz und Ringingfrequenz gleich, ließe sich das System nicht mehr ordentlich regeln. Übrigens soll R8/C3/V12 in Verbindung mit T2 keinen Schwingkreis bilden, sondern eine unzulässig hohe Spannungsspitze wegbügeln, die bei abschalten des Schalttransistors entsteht und ihn killen würde (Stichwort Zündspule).

Das einzige schlechte an der Schaltung ist in der Tat die falsche Auslegung von V10. Da war in meinem Fall eine ganz normale 1N4004 drin. Sekundärseitig sind übrigens auch schnelle Gleichrichterdioden verbaut, und da gibt es ja offensichtlich keine Probleme mit den Elkos. Es sollte also ausreichen, V10 durch eine Ultra-Fast-Gleichrichterdiode zu ersetzen.

Beste Grüße

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 11.07.2010 um 23:28:21
Ich werde jetzt keine Diskussion darüber anfangen, was ein Schaltnetzteil ist oder nicht - bzw. was ICH darunter verstehe - es ist ein ohnehin sehr schwammiger Begriff.

Der Kern meiner Aussage ist, daß für C6 kein besonderer C benötigt wird, da er hier eben nicht als switched-cap eingesetzt wird - und dabei bleibt es - völlig unabhängig von der Betriebsart der Restschaltung. Fehlerverursachend ist nur und ALLEINE V10.

Immer das Ziel im Blick behalten...  :D

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von chipsatz am 12.07.2010 um 09:44:15
Hallo,
hatte schon mit so einer Antwort gerechnet,... obwohl..hast du nicht selber geschrieben "mal so zur Diskussion.."?

Naja, egal. Ich möchte keinen Streit lostreten. Deinen Ausführungen entnehme ich aber, dass dir die Funktion dieser Schaltung doch nicht vollständig geläufig ist. Und da sollte man mit pauschalen Aussagen, finde ich, vorsichtig sein.

Übrigens dürfte deiner Theorie nach C7 dann auch nie kaputt gehen, oder wenn, dann nur zusammen mit V6.

Auch wenn die Elkos nur Siebelkos in Einweggleichrichtung sind, fließen doch relativ spitze Impulsströme. Da kann ein hochwertiger Elko nur von Vorteil sein.

Freundliche Grüße

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 14.07.2010 um 13:53:52
Genau das habe ich mir in meiner ersten Antwort verkniffen: es wird immer wieder Leute geben, die es / alles besser wissen - warum auch nicht, ich kann damit leben.

Schade nur, daß anderen oft Aussagen unterstellt werden, die gar nicht gemacht wurden - Hauptsache, man kann sich selber profilieren.

Kleiner Tipp: berechne mal den Strom (Du kannst ihn auch messen), der beim "Umladen" von C6 mit einer richtig dimensionierten V10 entsteht. Keine Theorie, sondern Praxis.

Erstaunt wirst Du feststellen, daß es so gut wie nix ist. Und das ein besserer C nicht schaded (aber auch nix nutz) - wer hat das geschrieben?

Und lese mal hier im Forum, was so noch kaputt geht ohne MOD - als da wären V6, C7...  ;D

Was hat das mit "meiner Theorie" (welcher bloß?) zu tun? Alles nix Neues.

LG Thomas

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von chipsatz am 14.07.2010 um 17:01:37
Entschuldigung! Es liegt mir fern, dich hier in irgend einer Form anzugreifen. Ich werde versuchen sachlich zu bleiben.


Zitat:
Schade nur, daß anderen oft Aussagen unterstellt werden, die gar nicht gemacht wurden - Hauptsache, man kann sich selber profilieren.


Aber was bitte habe ich dir unterstellt? Ich habe Aussagen von dir zitiert, die ich nicht teile. Eine Begründung hätte mich sehr interessiert, aber da kam nichts, deswegen meine Einschätzung zum Verständnis (pauschale Aussagen) der Schaltung.


Zitat:
Kleiner Tipp: berechne mal den Strom (Du kannst ihn auch messen), der beim "Umladen" von C6 mit einer richtig dimensionierten V10 entsteht. Keine Theorie, sondern Praxis. Erstaunt wirst Du feststellen, daß es so gut wie nix ist. Und das ein besserer C nicht schaded (aber auch nix nutz) - wer hat das geschrieben?


Das bestreite ich ja garnicht. Der Ladestrom, wenn auch klein, ist aber trotzdem sehr impulsiv weil wir hier keinen Sinus haben, sondern steile Flanken.


Zitat:
Was hat das mit "meiner Theorie" (welcher bloß?) zu tun? Alles nix Neues.


Du vertrittst doch zweifellos (korrigiere mich, wenn ich mich irre) die Theorie, dass einzig und allein V10 am Elko-Tod schuld ist. Richtig?
Meiner bescheidenen Ansicht nach sind es aber drei Komponenten, die zum Elko-Ausfall führen:
1.- V10, da gebe ich dir ja völlig recht.
2.- Wärme/Umgebungstemperatur
3.- Impulsstrombelastung

Also, bitte nicht persönlich nehmen. Aber wenn man gewisse negative Statements über eine Schaltung zur Diskussion stellt, sollte man sie auch begründen können.

Freundliche Grüße

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 14.07.2010 um 20:03:10
Bevor irgendwelche Irritationen auftreten: mir kommt innerhalb von ca. 0,1 s die Galle hoch, wenn ein Nebensatz kritisiert wird, der hier schon lange öffentlich steht sowie mit der eigentlichen Lösung oder dem Lösungsvorschlag NICHTS zu tun hat - auch wenn dieser durch eine Fehleinschätzung verursacht wird. Und noch dazu KEIN BESSERER Vorschlag gemacht wird. Wir sind doch hier nicht in der Politik...

Ich widerspreche mir ja bereits selber, indem ich sage, daß ein Schalttransistor verwendet und als solcher auch eingesetzt wird. Und es stimmt: ich habe keine Ahnung von Schaltnetzteilen (außer Fehlersuche und Reparatur)!!

ABER: was hat dies mit der absolut sauber hergeleiteten, PRAKTISCHEN Erfahrung, der PRAKTISCHEN Messung, der (hier nicht weiter dargestellten) Berechnung aus Datenblättern zu dem Schaltkreis UC384x und diversen Cs zu tun?

1. V10 - geklärt, o.K.

2a. der Ladestrom:
Was habe ich bereits im ersten / zweiten post dazu geschrieben? Peak 50 mVss, bei einem Cri von X Ohm (ich rechne jetzt nicht mehr) sind das erheblich weniger mAmps, als die Datenblätter als Strombelastung für viele Jahre Betriebszeit zulassen (bereits bei guten Standardelkos).

2b. der Entledestrom:
Kann nicht höher sein als die Belastung durch die folgende Beschaltung (wenige mAmps).

2x. das Resüme dazu:
Standardelko reicht.

3. die Temperatur:
ausführlich im ersten post und in folgenden Beiträgen (siehe auch den thead   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren) erläutert. WIR (das Forum) ist da irgendwie schon weiter.


Gesamtresüme: zur Zeit realisierte Lebensdauer ca. 10 Jahre (bei Einhaltung der Spezifikation des Cs). Da dieser wesentlich an Cap verlieren kann, bevor die Anlage stibt, schätze ich ca. 20 Jahre (dann bin ich schon im Altersheim).  ;)

ALSO: bitte VORSCHLÄGE, was noch BESSER gemacht werden kann, dann diskutieren wir weiter.

Ansonsten bitte einen separaten thread / oder Twitter mit dem Betreff "Thomas S. hat keine Ahnung von Schaltnetzteilen" aufmachen. Habe ich nix dagegen.

LG Thomas S.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von chipsatz am 15.07.2010 um 00:32:00
Hallo, deine Reaktion lässt ja wohl keine sachliche Diskussion zu. Ist wohl besser, ich lass es sein. Also vergiss es einfach.

Freundliche Grüße

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 15.07.2010 um 15:07:28
So ist es, denn in der Sache habe ich bisher NICHTS von Dir vernommen!

Ich habe JEDEN gefressen, der behauptet, für C6 wäre ein Super-Guter-Sonst-Was-Kondensator nötig. Wer es besser weiß, soll einen BEWEIS liefern, der allgemein gültig ist - fertig.

Es liegt nicht zuletzt auch daran, daß mit dieser Mär zurzeit ZWEI Anbieter, z.B. bei ebay, versuchen, Geld zu machen. Diese Armseligen bieten sogar eine "Stromsparfunktion" an (dreimal darf man raten, was die wo abgeschrieben haben...), um "ihren" Reparatursatz besser zu verkaufen. Ich bin deshalb durchaus in der Stimmung, Terror zu machen.

Leid tut mir das aber besonders für H. Weiß, der für die kommerzielle Verwendung seiner Erkenntnisse (Schaltplan) gerne eine Spende haben wollte (für eine spezielle gemeinnützige Sache, siehe seine site). Bekommen hat er - nichts.

Da man aber nicht wirklich was "verdienen" kann (mit so einem Reparatursatz) habe ich bisher stillgehalten. Und deshalb ist es dieses blöde Geplänkel hier auch einfach nicht wert...

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 10.08.2010 um 09:56:10
Ahhhh... ich habe aktuell sehr günstig eine 262F aus 2000 erwerben können.

Diese hat ein etwas modifiziertes Netzteil, was aber immer noch das C6-Problem haben dürfte (muß ich mir aber noch näher ansehen...).

Interessant ist aber, daß im Netzteil auch ein original bestückter 85°-Elko mitwerkelt (C15 - mal sehen, was der noch an Kap hat  :D ).

Obwohl er genau oberhalb aller Netzteilbauteile im warmen Luftstrom sitzt: eine HOHE Umgebungstemperatur ist also auch nach Einschätzung vom Hersteller NICHT das eigentliche Problem...

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 12.08.2010 um 12:24:30
...und in meiner alten 180er sind auch gleich MEHRERE ORIGINALE 85°-Elkos im Netzteil drinnen.

Sinnigerweise verabschiedet sich da gerade der originale C2 (ein LOW-ESR 105°), bekommt ganz dicke Backen.

Man gut, das ich mir das jetzt eher zufällig mal ansehe.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von chipsatz am 12.08.2010 um 23:07:00

Zitat:
Sinnigerweise verabschiedet sich da gerade der originale C2 (ein LOW-ESR 105°), bekommt ganz dicke Backen.


..und das trotz Ultrafast-Diode (V5)... wie kann das bloß sein?? :-[
(sorry, konnte ich mir nicht verkneifen)

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 15.08.2010 um 11:48:51
Es handelt sich dabei um die originale Schaltungsauslegung von ACKERMANN. V5 / C2 war hier noch nie das Thema.

Und genau deshalb hatte ich ja gesagt, daß LOW-ESR mit 105° auch nichts helfen, WIE MAN SIEHT.

Die Ursache ist aber unbekannt, so fair sollte man schon sein - und damit bei der Wahrheit bleiben. V5 ist hier sicher nicht verursachend.

Aber so ganz genau erhellt sich mir Deine Aussage ohnehin nicht. WAS WILLST DU DAMIT EIGENTLICH SAGEN? Stänkern ist nicht mehr! :D

Also los, raus mit der Sprache!


Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von chipsatz am 15.08.2010 um 18:23:32
Hi Thomas,

was ich damit sagen will? Ganz einfach:
Ein Elko unterliegt, besonders im Langzeit-Dauerbetrieb, einem natürlichen Alterungsprozess, bei dem die Kapazität über die Jahre nachlässt. Eine höhere Umgebungstemperatur und/oder Eigenerwärmung über den ESR können diesen Prozess erheblich beschleunigen. Deswegen ist es ganz normal, dass auch ein C2 mal "die Flügel streckt". Ein 105°-Typ ist dagegen auch nicht immun, aber der hält eben etwas länger. Warum das jetzt bei C6 überhaupt keine Rolle spielen soll, erschließt sich mir nicht wirklich.

Interessant ist jedoch, dass nicht zwangsweise jeder Elko diesen Alterungsprozess durchmacht. Es gibt sicher auch 85°-Typen, die nach 20 Jahren Dauerbetrieb noch die volle Kapazität haben. Das liegt vermutlich auch an der Exemplarstreuung bei der Fertigung.

So, ich hoffe ich werde jetzt nicht wieder "gefressen" :'(

Freundliche Grüße

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 15.08.2010 um 22:34:28

Zitat:
von "chipsatz"

Hi Thomas,

[...]

So, ich hoffe ich werde jetzt nicht wieder "gefressen" :'(

Freundliche Grüße


Hi "chipsatz".

Nö, dem kann ich ja nur zustimmen, weil es einfach stimmt. Aber es ist keine neue Erkenntnis. Ich habe lediglich gesagt, daß mit einem einfachen Elko für C6 auch eine lange Lebensdauer erreicht wird, sofern der Mod eingebaut ist. Und ebenso, daß bessere Elkos NICHT schaden (aber es halt keine entscheidende Rolle mehr spielt). Bei dem Preis eh egal. Bitte betrachte einfach mal den Gesamtzusammenhang, wie ich ihn (reichlich erbost) in den obigen posts wiedergegeben habe.

Wenn das alles ist, worüber wir uns gestritten haben, dann sollten wir das besser lassen.

Man stellt hier völlig frei für ALLE etwas zur Verfügung, was dann von anderen verrissen wird, obwohl es funktioniert und dann von wieder anderen auch noch geschäftlich (mit falschen Fakten) ausgeschlachtet wird. Das ist nicht in Ordnung!

Die Kapazität der beiden ausgebauten C6 und C7 aus der 180er, die ich gerade auf UCC38C45 umgerüstet habe, war je 210 µF (nach nunmehr etwa sechs Jahren Dauerbetrieb, ganz einfache Standard-Billigelkos für 105°, keine LOW-ESR). Es wird sich mir nicht erschließen, warum ein Elko, der gerade mal durch Umgebungsluft auf 40 - 45° aufgeheizt wird und keinen nennenswerten Impulsbelastungen ausgeliefert ist, ein besonderer sein MUSS. Und ich erwähnte es schon: original ist auch ein 85°-Elko (C15) von Ackermann im Netzteil eingebaut. Wird so warm wie die anderen auch. Und der ist immer noch o.K.

Bei den gerade noch mal nachvollzogenen Tests habe ich außerdem feststellen können, daß in der originalen Bestückung und Schaltung neben C6 auch die Diode V10 sehr warm wird (was nicht verwundert, aber bisher nicht aufgefallen und erwähnt wurde).

Ich habe ein paar Fotos vom Ozzischirm und vom Umbau gemacht. Kommen demnächst hier rein.

Und noch etwas: natürlich funktioniert auch eine sehr schnelle Si-Diode, auch da stimme ich Dir zu. Nur hatte ich vor 6 Jahren so eine nicht im Vorrat (wer hat das schon), sondern nur die Schottky. Mit der jetzigen Maßnahme habe ich eine ultra-fast getestet, und es sieht sehr gut aus.

Also bitte, gute Tipps sind willkommen, aber bitte keine Verunglimpfungen mehr.

Titel: Re: Netzteilprobleme? Netzteilumbau: C6-Problem gelöst
Beitrag von Thomas S. am 01.10.2010 um 22:37:53
Bitte beachten:

Update zur Lösung des C6-Netzteilproblems mit weiteren Verbesserungsvorschlägen unter neuem   (Du musst Dich Einloggen oder Registrieren

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